Anfahrt & Kontakt

Welche ChatGPT: Alternativen gibt es?

KI-Chatbots im Vergleich

ChatGPT Alternativen goldbutt

Chatbots und KIs findet man inzwischen überall. Jeder benutzt Sie, ob wissentlich oder nicht. Aber welche ChatGPT-Alternativen gibt es und welche ist am besten für dich geeignet?

ChatGPT und Alternativen im Alltag

ChatGPT – dies sollte inzwischen für jeden ein Begriff sein. Im November 2022 veröffentlichte OpenAI einen Chatbot, der die Welt auf den Kopf stellte. Mit ChatGPT kann man eine normale Konversation führen. Es können nicht nur einfache Ja-Nein-Fragen oder Datenabfragen gestellt werden – auch tiefe emotionale oder philosophische Gespräche wie mit einem anderen Menschen sind möglich. Ob die Antworten richtig und/oder verständlich sind, sei an dieser Stelle mal dahingestellt. Als Antwort auf ChatGPT folgten viele weitere KIs, wie z. B. Bing Chat oder Google Bard. Was unterscheidet die Chatbots und wieso benutzen wir sie überhaupt? Diese Frage versuche ich in diesem Beitrag zu beantworten.

KIs findet man im Alltag überall, fast jeder trägt eine in der Hosentasche. Apples Siri oder Microsofts Cortana gehören zu den grundlegendsten KIs, den Sprachassistenten. Sie können unsere Sprache verstehen und interpretieren. Unsere Smartphones lernen täglich von uns: durch unsere Bildschirmzeit, unsere Aktivitäten und unseren Standort. Aber dieser Beitrag soll sich mehr auf die fortgeschrittenen KIs beziehen und nicht auf unsere Smartphones.
Ein weiterer Ort, an dem man im Alltag immer wieder auf Bots trifft, ist der Kundenservice. Vor kurzem erst habe ich selbst mit dem Kundenbot eines großen Modeunternehmens chatten müssen, da meine Sendung verloren gegangen war. Der Bot hat zunächst all meine relevanten Daten aufgenommen und im Anschluss nach meiner Lieferung gesucht. Als dies jedoch ohne Erfolg war, hat er mir alle möglichen weiteren Schritte genannt. Was normalerweise über mehrere Mails oder ein längeres Telefonat mit einem Mitarbeiter erfolgt wäre, konnte ich also problemlos in drei Minuten mit einem Bot abhandeln.

Wie funktionieren ChatGPT und andere Chatbots?

Wenn man ChatGPT fragt, wie es funktioniert, beschreibt es sich selbst als ein „gigantisches digitales Buch“, das mit einer Vielzahl an Geschichten, Büchern und anderen Texten trainiert wurde. Nachdem der Software die Texte eingespeist wurden, sollte sie anfangen zu üben, indem sie z. B. Sätze beendet. Der Software wurde hierbei auch beigebracht auf jedes Detail in einer Frage zu achten. Auch Bing und Bard geben ähnliche Antworten, wenn man fragt, wie sie funktionieren.

Alle drei können kostenlos verwenden werden, wobei für ChatGPT und Bard ein Nutzerkonto benötigt wird. Diese KIs können deine Fragen nicht nur verstehen und interpretieren, sondern selbst kreativ arbeiten und dies in ihren Antworten widerspiegeln. Diese Bots sind nicht nur einfache KIs, sondern werden als LLM (Large Language Model) bezeichnet. Sie werden trainiert mit Sprache umzugehen, sie zu verstehen und seleigenständig anzuwenden.
Auch faktisch können die Bots einem oft weiterhelfen – sie können schwere Themen und Definitionen auf simple und kurze Weise erklären. Dennoch muss man gerade bei Recherchearbeit sehr vorsichtig sein, da nicht alles, was der Bot erzählt, immer stimmt. Dazu aber später mehr.

ChatGPT und seine Alternativen im Vergleich

ChatGPT 3.5 ist die kostenlose Version von OpenAI. Sie ist einfach zu bedienen und kann sowohl kreative als auch sachliche Antworten liefern. Die Version versteht ungefähr 2.000 Zeichen pro Prompt und kann sich an alle Nachrichten aus einem Gespräch erinnern. ChatGPTs Datensatz endet im Januar 2022, was bedeutet, dass die Version dir keine Auskunft über aktuelle Geschehnisse oder Entwicklungen geben kann. Des Weiteren bietet sie auch keine Quellenangaben an, was es für solide Recherchearbeit mehr oder weniger unbrauchbar macht.

ChatGPT 4 ist die aktuell neuste Version von OpenAI. Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger ist sie jedoch kostenpflichtig und liegt bei etwa 22 Euro im Monat. Dafür hat die neue Version aber auch so einiges mehr auf dem Kasten. Statt nur max. 2.000 Zeichen, kann ChatGPT 4 bis zu 4.096 Zeichen auf einmal verstehen uns sich an etwa 8.000 – 10.000 Zeichen erinnern. Laut ChatGPT selbst wurde das Erinnerungslimit eingeführt, um die Effizienz und Relevanz der Antworten zu steigern und auch um die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer zu fördern. Auch wurde die Logik und die Argumentation nochmal deutlich verbessert. Darüber hinaus geht auch der eintrainierte Datensatz in dieser Version bis zum April 2023. Version 4 ist im Moment noch in stetiger Entwicklung, so gab es bis vor kurzem gab es noch zwei Betas für ChatGPT 4, „Browsing with Bing“ und die Bild-KI „DALL E 3“. Während des Schreibens dieses Beitrags wurden die Betas in die Standardversion integriert. Somit kann die neuste Version nun neben den alten Funktionen auch noch Bilder erstellen und auf das Internet zugreifen. Wenn die KI auf das Internet zugreift, gibt sie hierbei auch immer ihre Quellen mit an, was perfekt zum Recherchieren ist. Neben diesen beiden Funktionen gibt es auch eine Handvoll weitere Tools, auf die ich in diesem Beitrag jedoch nicht weiter eingehen werde.

ChatGPT bietet in der neusten Beta die Möglichkeit sein eigenes GPT zu erstellen, hierzu muss man ChatGPT mitteilen, was man haben möchte. Die KI führt einen dann durch einen Erstellungsprozess, um eine personalisierte KI nach den eigenen Präferenzen zu erstellen.

 

Bing Chat ist Microsofts großer Chatbot. Der Bot wurde in Zusammenarbeit mit OpenAI erstellt und basiert auf GPT 4. Der entscheidende Unterschied ist hierbei, dass Bing Chat nativen Zugriff auf das Internet hat. Dadurch ist der Bot immer aktuell und kann mit dir über die neusten Themen sprechen. Auch gibt die KI immer ihre Quellen mit an, was sie hervorragend für Recherchearbeit macht. Bings Design macht den Bot sehr intuitiv in der Nutzung, so kann man dem Bot einfach per Knopfdruck sagen, ob er „kreativ“, „ausgewogen“ oder „genau“ antworten soll. Allerdings hat Bing ein großes Manko: Der Bot kann einem maximal 5 Antworten pro Chat geben. Wenn man also mit Bing spricht, ist kurz, knackig und zielgerichtet am besten.

 

Googles Bard ist der letzte Chatbot den wir uns angucken und Googles Antwort auf Bing Chat. Bard basiert auf Googles eigenem LLM. Wie Bing kann Bard auf das Internet zugreifen und über aktuelle Themen sprechen. Im Bereich Quellenangaben ist Bard eher etwas launisch, manchmal macht er es und manchmal nicht. Von allen vorgestellten Bots ist Bard am unkreativsten und eignet sich daher mehr für „fachliches“ Wissen und präzise Antworten.

Zeitgleich zur Fertigstellung dieses Artikels hat Google ihren neuen Konkurrenten zu ChatGPT 4 vorgestellt: Gemini. Das Pro Modell von Gemini wurde auch direkt in Bard integriert. Leider ist die neue Version von Bard jedoch noch nicht in Europa verfügbar.

Risiken von ChatGPT und anderen Chatbots

Ich hatte es schon erwähnt: Nicht alles, was einem der Bot sagt, muss stimmen. Die Bots basieren ihre Antworten auf ihrer eigenen Datenbank und/oder ihrer Internetrecherche. Hierbei kann es zu einer sogenannten „Halluzination“ vom Bot kommen. Wenn der Bot eine Antwort oder einen Teil der Antwort nicht kennt, kann es passieren, dass er versucht die Lücke selbst zu füllen. Und das oft sehr selbstbewusst. So kann es schnell passieren, dass 1 + 1 auf einmal 3 ergibt.
Ein weiteres großes Risiko der Chatbots ist Informationsmanipulation, besonders im politischen Feld. Die meisten Chatbots sind noch dabei sich weiterzuentwickeln und zu lernen. Dies erfolgt unter anderem durch die Interaktion mit allen globalen Nutzern. Dabei ist die Gefahr groß, dass der Bot tonnenweise Falschinformationen gefüttert bekommt, diese aber für bare Münze nimmt.
In beiden Punkten liegt es am Benutzer, die Informationen zu hinterfragen. Das Problem kennen viele bestimmt schon lange von z. B. Wikipedia oder Google: „Was bei Google steht, muss stimmen und wird nicht noch mal hinterfragt.“ Eine Annahme, die mit klassischer Quellenkritik leider nichts zu tun hat.

Chatbots in den Alltag integrieren

Aus meiner eigenen Erfahrung können die Bots perfekt im privaten als auch im beruflichen Umfeld genutzt werden. Sie eignen sich perfekt bei der Ideenfindung oder als kreative Anstoßhilfe. Auch in diesem Beitrag hat ChatGPT mir öfter unter die Arme gegriffen, wenn ich mal auf dem Schlauch stand.
Für den beruflichen Alltag hängt es von deiner Branche ab. Bist du eher kreativ unterwegs, empfehle ich ChatGPT 3.5 und 4. Benötigst du sachliche oder aktuelle Auskünfte bist du in der Regel mit Bing oder Bard gut bedient. Sollte man die Möglichkeit haben, ist ChatGPT 4 jedoch der Sportwagen. Es ist am intelligentesten, kreativsten, kann inzwischen auch auf das Internet zugreifen und sogar Bilder generieren.
Am meisten benutze ich ChatGPT4 für mein Privatleben. Als begeisterter Pen & Paper Spieler ist ChatGPT ein wahrer Gamechanger. Häufig benötige ich Beschreibungen oder Bilder von fiktiven Orten und ich persönlich bin leider nicht die kreativste Person in dem Bereich. Mit nur ein paar kurzen Ideen oder Wörtern kann ChatGPT mir ganze Absätze liefern, die ich einfach übernehmen kann. Hier ist es auch nicht schlimm, wenn der Bot Fehlinformationen liefert, da eh alles fiktiv ist.

Die Chatbots sind bereits ein fester Teil unserer Gesellschaft geworden, man findet Sie überall. In meinen Augen sollte man aufhören sich nur auf die negativen Aspekte zu fokussieren. Stattdessen müssen wir anfangen, uns immer mehr mit ihnen auseinanderzusetzen und sie als Chance zu sehen. Natürlich muss man die Bots immer noch mit Vorsicht behandeln, aber bei welcher Erfindung in der Geschichte der Menschheit musste man das nicht?

Du hast Interesse noch mehr über ChatGPT zu erfahren? Dann hast du Glück! Wir haben eine ganze Reihe über den bekannten Chatbot.

ChatGPT und die unendlichen Weiten des digitalen Wissen

Was kann ChatGPT und wo sind seine Grenzen?

ChatGPT – Fluch oder Segen? Unser Fazit einer KI-Reise

Disclaimer: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Artikel auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Max Ladwig, Autor dieses Textes, MM-Praktikant bei goldbutt und leidenschaftlich interessiert an den neuesten Entwicklungen der KI-Szene. Gamer und enthusiastischer D&D-Fan. Liebt Sushi und grünen Tee und verdoppelt den männlichen Anteil im goldbutt-Schwarm. Hat als Teil seines Praktikums die Aufgabe, Blogbeiträge zu aktuellen Themen zu verfassen. So entstand auch dieser Artikel.

Das könnte
dich auch
interessieren: